
Tief im magischen Nebelwald lebt die junge Elbin Ellania Alcar. Sie ist gutherzig, ein bisschen schüchtern – und als Einzige ihres Jahrgangs hat sie noch keinen Lorikon, einen tierischen Seelengefährten. Bei der großen Gefährtenprüfung ist sie schon einmal gescheitert, und die anderen Elbenkinder lassen sie das spüren. Doch als ein neuer Termin am gewaltigen Bärenfels ausgeschrieben wird, fasst Ellania all ihren Mut. Mit ihrem treuen Freund Franiel an der Seite, einem klugen Rat ihrer Lehrerin und der geheimnisvollen Kraft des Lichts stellt sie sich einem Hindernisparcours voller Wagnis. Wird sie es dieses Mal schaffen – und welch außergewöhnliches Geheimnis wartet in ihrem Elbenei? Eine warmherzige Geschichte über Mut, Freundschaft und den Glauben an sich selbst. Zum Vorlesen und Träumen ab 5 Jahren.
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| Reihe | Ellania Alcar · Band 1 |
|---|---|
| Empfohlenes Alter | ab 5 Jahren |
| Text | Edith Helminger |
| Buchwelt | Ellania Alcar |
| Illustration | Alin Russ |
| Verlag | Filllet Verlag |
| Erschienen | 2021 |
| Seiten | 40 Seiten |
| Format | 22 × 26 cm |
| Einband | Hardcover |
| Extra | mit Landkarte im Buch |
| Preis | € 17,50 · versandkostenfrei ab 29 € |
| Leseförderung | auf Antolin.de gelistet |
| ISBN | 978-3-903405-03-5 |
Leseprobe aus „Die Gefährtenprüfung“, Filllet Verlag 2021
Tief versteckt im magischen Nebelwald auf einer kleinen, sonnigen Lichtung, womöglich der einzigen Lichtung im ganzen Nebelwald, lag das kleine Häuschen von Ellania Alcar und ihrer Mutter. Ellania war eine junge Elbin mit langen, goldblonden Haaren, die in Locken über ihre Schultern fielen. Ihr auffallendes Kleid hatte Ellanias Mutter aus Stoffresten eines alten Elbenschleiers genäht. Man erzählte sich, der Schleier hätte einmal einer ganz besonderen Lichtelbin gehört; und wer diesen Schleier trägt, den würde das Licht das ganze Leben lang begleiten. Ellania trug den Schleier zwar nicht ganz, aber zumindest Teile davon. Es kostete Ellanias Mutter große Überwindung, ihn zu zerschneiden, aber was hätte sie tun sollen? Als arme, einfache Elben, die nicht viel hatten, außer ein kleines Häuschen am Rande des Nebelwaldes, war es nicht immer leicht, über die Runden zu kommen. Aber das machte Ellania nichts aus, so zu leben – im Gegenteil: Sie liebte ihr Häuschen, das durch einen schmalen Weg erreichbar war. Es lag auf einer kleinen Anhöhe und war über und über mit Farnen, Schlingpflanzen und Elbenkraut bewachsen. Sogar kleine Äste von alten Nebeltannen kletterten über das unscheinbare Zuhause von Ellania und ihrer Mutter.
Mit ihrem zarten, langen Kleid wirkte Ellania sehr besonders, auffallend und einzigartig, aber so fühlte sich sich keineswegs. Sie war sehr schüchtern und im Grunde genommen froh, dass sie mit ihrer Mutter weit weg von Eichenbruch, der Elbenstadt, wohnte. Was sollte sie schon in Eichenbruch? Dort, wo die anderen jungen Elben wohnten und jedes Mal stolz zeigten, wie toll nicht ihre Lorikons waren. Ein Lorikon ist ein Gefährte – also der beste Freund, den ein Elb jemals haben kann.
Klar hätte Ellania auch gerne ein echtes Lorikon, aber sie hatte doch Franiel – und der war mindestens genauso toll, wie ein Lorikon. Mit ihm konnte sie über Elbengott und die Welt sprechen und ihm all ihre Geheimnisse anvertrauen. Franiel war ein Elb, wie Ellania, hatte auch die typischen spitzen Elbenohren, war lustig und manchmal etwas tollpatschig. Zusammen hatten Ellania und Franiel viel Spaß, wanderten oft stundenlang durch die Grasebenen und taten im Grunde das, was Elben eben so tun – mit Pfeil und Bogen schießen und durch den Nebelwald laufen, Kräuter und Pflanzen für Heilsalben und Tinkturen sammeln, verborgene Verstecke bauen, die niemand findet, und – ganz wichtig – für Elbenprüfungen lernen...
So geht es weiter – im Buch.
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