Was kostet eine Lesung für unsere Schule?
Pro Kind wird ein Lesungsbeitrag von 5 € eingehoben – ohne Anfahrtspauschale und ohne Grundgebühr. Bestellt ein Kind bei der Lesung ein Buch, wird der Beitrag von 5 € voll auf die Bestellung angerechnet. So leisten nur jene den Beitrag, die nichts bestellen. Für eine Klasse mit zwanzig Kindern liegt der Höchstbetrag damit bei 100 €, und dieser Betrag kann nur sinken, nie steigen – das erleichtert die Abstimmung mit der Klassenkassa oder dem Elternverein erheblich. Zum Vergleich: Die Honorarempfehlung der IG Autorinnen Autoren liegt bei mindestens 300 € zuzüglich Spesen. Übernommen wird der Beitrag in der Praxis meist über die Klassenkassa oder vom Elternverein, damit alle Kinder unabhängig vom Elternhaus teilnehmen können. Kommt die Lesung im Rahmen einer Projektwoche oder eines Lesefests zustande, lassen sich an einem Vormittag mehrere Klassen nacheinander einplanen, ohne dass sich am Beitrag pro Kind etwas ändert.
Wie viele Kinder und welche Klassen?
Die Lesung findet je Schulklasse statt, idealerweise mit bis zu 40 Kindern, und ist differenziert nach Grundstufe 1 mit der ersten und zweiten Schulstufe samt Vorschule sowie Grundstufe 2 mit der dritten und vierten Schulstufe. Textlänge, Bildanteil und Aufgaben werden auf die Stufe abgestimmt, und auch das gelesene Buch wird passend gewählt. Dadurch funktionieren altersgemischte Gruppen ebenso, wie sie an kleinen Standorten mit zusammengelegten Klassen üblich sind: Die Textwahl orientiert sich dann an der jüngeren Hälfte, während die Rätsel für die Älteren anspruchsvoller gestellt werden. Eine Mindestteilnehmerzahl gibt es nicht, kleine Schulen haben also keinen Nachteil. Standorte mit mehreren Klassen lesen deshalb besser nacheinander statt zusammengelegt; an einem Vormittag sind zwei bis drei Einheiten gut machbar, und die Kinder erleben die Lesung so in vertrauter Gruppengröße.
Wie lange dauert eine Lesung und was brauchen wir?
Vorgesehen ist eine volle Unterrichtseinheit von rund 50 Minuten, dazu etwa 15 Minuten Aufbauzeit davor. Benötigt wird nur ein Beamer beziehungsweise eine Projektionsmöglichkeit, nach Möglichkeit mit Verdunkelung – alles Weitere bringt Edith Helminger mit. Den größten Unterschied macht dabei die Sitzordnung: Kinder im Kreis oder auf Kissen am Boden beteiligen sich deutlich eher als Kinder in Reihen hinter ihren Tischen. Sinnvoll ist außerdem, dass eine Lehrperson im Raum bleibt, weil sie die Klasse kennt und Anknüpfungspunkte für die Tage danach mitnimmt. Der organisatorische Aufwand für die Schule beschränkt sich damit im Wesentlichen auf das Finden eines Termins und eines geeigneten Raums. Wünscht die Schule Fotos für die Homepage oder die Schülerzeitung, wird das vorab besprochen, weil dafür die Einverständniserklärungen der Eltern vorliegen müssen.
Wie fragen wir einen Termin an?
Über das Kontaktformular mit Klasse, Kinderzahl und Wunschtermin – Sie erhalten zeitnah eine Rückmeldung mit den freien Terminen. Hilfreich für die erste Nachricht sind außerdem die Anschrift der Schule, eine Ansprechperson mit Durchwahl und der Hinweis, ob ein Raum mit Beamer zur Verfügung steht; damit lässt sich meist schon im ersten Austausch klären, ob der Termin machbar ist. Eine frühe Anfrage lohnt sich, weil Termine rund um den Österreichischen Vorlesetag im März, vor Weihnachten und kurz vor den Sommerferien stark nachgefragt sind. Wer zwei oder drei mögliche Wochen nennt statt eines einzelnen Datums, verkürzt die Abstimmung erheblich. Die Anfrage selbst verpflichtet zu nichts. Bestätigt wird der Termin anschließend per E-Mail mit allen Eckdaten, sodass die Schulleitung eine schriftliche Grundlage für die Stundenplanung und den Elternbrief in der Hand hat.