✨ Interaktive Kinderbuchlesungen für Volksschulen in Österreich ☎ +43 650 6107333  ·  Buch-Shop ↗
Ratgeber · Anlässe

Weihnachten mit Kindern: Bücher & Vorlesezeit

Die Adventszeit ist die schönste Vorlesezeit des Jahres – wenn man sie sich nimmt.

Igebitz, Brummel, Ellie und Frido sitzen in Wintersachen um eine Laterne in einer gemütlichen Baumhöhle; Igebitz liest aus einem Buch vor, draußen fällt Schnee vor dem runden Fenster.
Vorlesen bei Laternenlicht: Die Adventszeit ist die Vorlesezeit des Jahres.

Kaum eine Zeit im Jahr lädt so zum Vorlesen ein wie die Adventszeit. Wenn es draußen früh dunkel wird, sind gemütliche Vorlesestunden bei Kerzenschein das schönste Ritual – und bauen Tag für Tag Vorfreude auf Weihnachten auf.

Gleichzeitig ist der Dezember der vollste Monat des Jahres: Adventmärkte, Basteln, Backen, Schulaufführungen. Genau deshalb lohnt es sich, das Vorlesen bewusst zu planen, statt darauf zu hoffen, dass sich schon Zeit findet.

Dieser Ratgeber zeigt, wie ein Advents-Vorleseritual realistisch funktioniert, welche Bücher zu welchem Alter passen und worauf man beim Buchgeschenk achten sollte.

Warum die Adventszeit fürs Vorlesen ideal ist

Vorlesen wirkt immer – im Advent aber besonders gut. Die frühe Dunkelheit macht das Zuhause automatisch zum gemütlichen Ort, Kerzen und Lichterketten schaffen eine Stimmung, die Kinder von sich aus ruhiger werden lässt. Was im Sommer gegen den Spielplatz konkurriert, hat im Dezember freie Bahn.

Dazu kommt der Faktor Vorfreude: Kinder warten im Advent ohnehin auf etwas. Eine Geschichte pro Abend gibt dieser Wartezeit eine Struktur und macht das Warten selbst zum schönen Teil des Fests – statt zur Geduldsprobe.

Ein Advents-Vorleseritual, das man durchhält

Rituale scheitern selten an der Idee, sondern an der Dosis. Wer sich vornimmt, jeden Abend eine halbe Stunde vorzulesen, gibt am 8. Dezember auf. Zehn Minuten zur immer gleichen Uhrzeit hält man dagegen bis zum 24. durch.

So lässt sich das Ritual aufbauen:

  • Feste Uhrzeit statt „wenn wir Zeit haben“ – meistens direkt vor dem Schlafengehen.
  • Immer derselbe Platz: Sofa, Bett, Lesekissen. Der Ort wird zum Signal.
  • Eine Kerze anzünden (oder ein Lichterketten-Licht einschalten) als Startritual.
  • Kurze Einheiten: eine Mini-Geschichte oder ein Kapitel, nicht mehr.
  • Das Kind wählt aus, welches Buch drankommt – das erhöht die Beteiligung deutlich.
  • Keine Ausnahmen zwischen 1. und 24. – gerade die Lückenlosigkeit macht es zum Ritual.
Adventskalender aus Büchern Statt 24 Süßigkeiten: 24 kleine Päckchen mit je einer Geschichte, einem Bilderbuch oder auch nur einem Kapitel-Lesezeichen. Wer nicht 24 Bücher kaufen möchte, packt vorhandene Bücher ein – Kinder freuen sich auch über Wiedersehen. Ein Igebitz-Lese-Pass als Beigabe macht daraus gleich ein Leseprojekt für den Jänner.

Weihnachtsgeschichten für die Kleinsten (ab 2)

Für Kinder ab 2 Jahren macht sich Igebitz im Mini-Bilderbuch „Weihnachten bei Igebitz“ durch den Schneesturm auf, um seine Freunde rechtzeitig zum Fest zu finden. Eine warmherzige kleine Geschichte über Freundschaft und Weihnachten – kurz genug für die Aufmerksamkeitsspanne von Zweijährigen und robust genug für kleine Hände.

In diesem Alter zählt Wiederholung mehr als Abwechslung: Dasselbe Buch zehn Abende hintereinander sind genau das, was Kleinkinder brauchen – und kein Mangel an Ideen. Sie lernen mit jeder Wiederholung Wörter, Abläufe und das Gefühl, eine Geschichte selbst zu kennen.

Passend dazu gibt es die beiden Pappbücher „Gute Nacht, Igebitz!“ und „Wasch dich, Igebitz!“ – auch sie begleiten den Abendablauf im Dezember gut.

Weihnachtsbücher für Kinder nach Alter

Von der ersten Weihnacht bis zum winterlichen Leseabenteuer – diese Titel passen in die Adventszeit:

AlterBuch für die WeihnachtszeitWarum es passt
ab 2Weihnachten bei IgebitzMini-Bilderbuch, kurze Geschichte, direkt zum Fest
ab 2Gute Nacht, Igebitz!Pappbuch fürs Abendritual, ideal für lange Dezemberabende
ab 4Wie alles begannBilderbuch über Neuanfang und Freundschaft – der Einstieg in die Reihe
ab 4Luminosa in GefahrLicht als Thema – passt stimmungsvoll in die dunkle Jahreszeit
ab 5Ritter Erek: Das Geheimnis des SchutzsteinsMutgeschichte zum Vorlesen, gut in Etappen erzählbar
ab 6Die magischen SteineKapitelbuch für Selbstleser – hält über die Ferien

Warum ein Buch das bessere Weihnachtsgeschenk ist

Ein Buch unter dem Christbaum ist ein Geschenk, das lange bleibt. Anders als schnell vergessenes Spielzeug schenkt ein Buch gemeinsame Zeit, Fantasie und immer wieder neue Vorlesemomente – oft über Jahre und über mehrere Geschwister hinweg.

Dazu kommt ein praktischer Punkt, den Eltern nach dem 24. zu schätzen wissen: Bücher machen keinen Lärm, brauchen keine Batterien und beanspruchen kaum Platz. Und sie lassen sich beliebig oft wiederholen, ohne kaputtzugehen.

Wer verschenkt, sollte das Alter ernst nehmen: Ein zu schweres Buch bleibt liegen und entmutigt. Im Zweifel lieber eine Stufe darunter wählen – Erfolgserlebnisse motivieren stärker als Anspruch. Wie man das Niveau prüft, steht im Ratgeber Erstlesebücher auswählen.

Wann bestellen, damit das Buch rechtzeitig da ist?

Der Dezember ist die Hochsaison im Versand. Diese Zeitpunkte haben sich bewährt:

ZeitpunktWas jetzt zu tun ist
Ende NovemberBücher aussuchen und bestellen – die Auswahl ist vollständig, der Versand entspannt.
1. DezemberwocheLetzter komfortabler Zeitpunkt für Bestellungen inklusive Puffer.
Mitte DezemberNoch möglich, aber Versandzeiten und Feiertage einplanen.
Kurz vor dem 24.Riskant – hier hilft eine Buchhandlung vor Ort weiter.
Versandkosten sparen Der Filllet Verlag liefert versandkostenfrei ab 29 €. Zwei Bücher – etwa ein Pappbuch für das kleine und ein Bilderbuch für das größere Kind – erreichen diese Grenze meist schon. Eine Übersicht aller Titel gibt es unter Bücher.

Weihnachten als Anlass, das Vorlesen zu behalten

Der schönste Nebeneffekt eines Advents-Vorleserituals: Es endet nicht am 25. Dezember. Wenn vier Wochen lang jeden Abend vorgelesen wurde, ist das Ritual eingeübt – und lässt sich im Jänner einfach fortsetzen, nur ohne Kerze.

Genau dieser Übergang ist der Moment, in dem aus einer Weihnachtsgewohnheit eine Lesegewohnheit wird. Wer ihn nutzen möchte, findet konkrete Ideen unter Lesefreude wecken und Vorlesen & Leseförderung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Thema

Ab welchem Alter lohnt sich ein Advents-Vorleseritual?
Ab etwa zwei Jahren, sobald ein Kind eine kurze Geschichte am Stück verfolgen kann. Vorher darf gern vorgelesen werden, das Ritual trägt aber noch nicht – ein Einjähriges freut sich über das Buch, verbindet es aber noch nicht mit dem Advent. Bei Zweijährigen reichen fünf Minuten, bei Sechsjährigen zehn bis fünfzehn. Entscheidend ist weniger die Länge als die Verlässlichkeit: Ein Ritual entsteht dadurch, dass es jeden Abend zur gleichen Zeit stattfindet, nicht dadurch, dass es besonders ausgiebig ist. Für den Advent bietet sich an, es an etwas anzuhängen, das ohnehin täglich passiert – das Anzünden der Kerze, das Öffnen des Kalendertürchens. Dann trägt die bestehende Gewohnheit das neue Element mit und man muss nicht jeden Abend neu daran denken. Und es gilt wie bei jedem Ritual: Lieber kurz und täglich als lang und unregelmäßig.
Welches Weihnachtsbuch passt für ein 2-jähriges Kind?
Ein Mini-Bilderbuch oder Pappbuch mit einer einzigen, klaren Geschichte – zum Beispiel „Weihnachten bei Igebitz“. Wichtig sind wenige Figuren, große Bilder und ein Ende, das keine Angst macht. In diesem Alter verfolgen Kinder noch keine verzweigte Handlung, sondern erkennen einzelne Situationen wieder; deshalb funktionieren Bücher am besten, die eine vertraute Sache erzählen und nicht viele Nebenstränge haben. Robustheit ist das zweite Kriterium: Ein Zweijähriges blättert selbst, und dünne Papierseiten überleben das selten. Was man dagegen getrost weglassen kann, sind aufwendige Klappen und Geräuschknöpfe – sie lenken vom Vorlesen ab und gehen als Erstes kaputt. Ein Buch, das flach aufliegt und kräftige Bilder hat, hält am längsten. Für die Adventszeit lohnt außerdem ein Buch, das man mehrmals lesen kann – vier Wochen sind lang, und Wiederholung stört Zweijährige nicht.
Ist ein Buch als Weihnachtsgeschenk nicht langweilig?
Nur, wenn es das falsche Buch ist. Ein Buch, das genau zum Interesse des Kindes passt – Tiere, Ritter, Magie, Freundschaft – wird gelesen. Ein pädagogisch gemeintes Buch ohne Bezug zum Kind bleibt liegen. Das Thema entscheidet, nicht das Format. Hinzu kommt die Frage, wie es überreicht wird: Ein Buch, das zwischen lauten und blinkenden Geschenken liegt, wirkt zwangsläufig unauffällig. Wer es hervorhebt – als erstes Geschenk, mit einer Widmung, verbunden mit dem Versprechen, es noch am selben Abend gemeinsam zu beginnen – verändert die Wahrnehmung erheblich. Und ein Buch hat einen Vorteil, der sich erst später zeigt: Es ist im Februar noch interessant, wenn vieles andere schon vergessen ist. Wer ganz sichergehen will, verschenkt den nächsten Band einer Reihe, die das Kind bereits kennt und mag. Und ein Buch, das im Jänner noch gelesen wird, war das richtige Geschenk.
Wie viele Bücher soll man zu Weihnachten schenken?
Eines, das sicher passt, ist besser als drei, die zufällig ausgewählt wurden. Wer mehrere schenkt, kombiniert sinnvoll: ein Vorlesebuch für gemeinsam, ein Selbstlesebuch für allein. Diese Aufteilung hat einen sachlichen Grund – vorgelesen werden darf deutlich anspruchsvoller als selbst gelesen, weil das Hörverstehen in der Volksschule über dem Leseverstehen liegt. Zwei Bücher auf verschiedenen Niveaus decken also zwei unterschiedliche Bedürfnisse ab und konkurrieren nicht miteinander. Was dagegen selten funktioniert, ist ein ganzer Stapel: Kinder beginnen dann oft mit keinem, weil die Auswahl selbst zur Hürde wird. Wer mehrere Bände einer Reihe schenken möchte, verteilt sie besser über das Jahr als auf einen Abend. Wer unsicher ist, schenkt eines und hebt ein zweites für den Geburtstag oder einen ruhigen Wintertag auf.
Was ist ein Bücher-Adventskalender?
24 eingepackte Bücher oder Geschichten, von denen jeden Tag eines geöffnet und gelesen wird. Auch vorhandene Bücher zählen – es geht ums Auspacken und Vorlesen, nicht um 24 Neuanschaffungen. Genau das macht die Idee praktikabel: Man nimmt Bücher aus dem eigenen Regal, packt sie in Zeitungspapier und legt sie unter den Baum oder in einen Korb. Für ältere Kinder funktioniert auch eine Mischung aus Büchern und einzelnen ausgedruckten Geschichten. Wer es kleiner mag, nimmt statt 24 nur die vier Adventsonntage. Der Reiz liegt ohnehin weniger in der Menge als im Ablauf: etwas auspacken, sich überraschen lassen, sofort gemeinsam hineinschauen. Damit verbindet sich das Vorlesen mit einem Moment, auf den das Kind sich freut. Wer wenig Zeit hat, packt die 24 Päckchen an einem Abend im November – danach läuft der Kalender von selbst.
Wie schafft man das Vorlesen im vollen Dezember?
Die Einheit verkürzen, nicht das Ritual streichen. Fünf Minuten an einem Hektik-Tag sind mehr wert als eine ausgefallene halbe Stunde. Entscheidend ist, dass die Kette nicht reißt – ein Ritual, das drei Abende hintereinander ausfällt, ist danach schwerer wieder aufzunehmen, als man erwartet. Hilfreich ist, für solche Abende eine kurze Geschichte bereitzuhalten, die ohne Vorlauf funktioniert. Wer weiß, dass der Dezember eng wird, verlegt das Vorlesen außerdem besser auf den Nachmittag oder in die Zeit direkt nach dem Abendessen, statt es ans Ende eines langen Tages zu hängen. Und wenn es wirklich nicht geht, sagt man das dem Kind und holt es am nächsten Tag nach – angekündigt ausgelassen ist etwas anderes als vergessen. Und wer selbst zu müde ist, greift zum Hörbuch: einmal ausnahmsweise ist besser als das Ritual zu unterbrechen.
Bis wann muss man Bücher für Weihnachten bestellen?
Für entspannte Planung bis Anfang Dezember. Danach ist eine Lieferung noch möglich, aber Versandzeiten und Feiertage sollten eingerechnet werden – und die Post ist in den letzten beiden Dezemberwochen erfahrungsgemäß am stärksten ausgelastet. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt in der ersten Dezemberwoche. Sinnvoll ist außerdem, Geschenke für mehrere Kinder oder mehrere Anlässe in einer Bestellung zusammenzufassen, weil das den Versand vereinfacht und ab 29 € Bestellwert ohnehin kostenfrei ist. Wer spät dran ist, sollte im Zweifel kurz nachfragen, statt zu hoffen: Eine kurze Nachricht klärt in der Regel schneller, ob ein Termin noch machbar ist, als jede Schätzung der Lieferzeit. Wer verschenkt und eine Widmung hineinschreiben möchte, rechnet dafür noch ein paar Tage zusätzlich ein. Wer verschickt, rechnet zusätzlich die Laufzeit zum Empfänger ein.
Ab welchem Bestellwert ist die Lieferung versandkostenfrei?
Der Filllet Verlag liefert ab einem Bestellwert von 29 € versandkostenfrei nach Hause. Darunter fallen die üblichen Versandkosten an. Weil die Bücher direkt vom Verlag kommen und nicht über den Zwischenhandel, lohnt es sich, mehrere Titel gemeinsam zu bestellen – gerade im Dezember, wenn ohnehin für mehrere Kinder eingekauft wird. Wer knapp unter der Grenze liegt, kombiniert am besten mit einem zweiten Titel; für Geschwisterkinder oder Patenkinder braucht man ohnehin meist mehr als ein Buch. Eine Sonderregelung gilt für Schulen: Bestellungen im Anschluss an eine Lesung werden gesammelt und persönlich gebracht, sodass für die Familien kein Versand anfällt. Die jeweils gültigen Konditionen stehen im Shop des Verlags. Wer unsicher ist, ob die Bestellung rechtzeitig ankommt, fragt kurz nach – das ist schneller als jede Schätzung.
Passende Bücher

Dazu passende Bücher

Weiterlesen

Passende Ratgeber

Newsletter

Neue Geschichten & Gratis-Material

Erhalte Lese- und Vorlesetipps, kostenlose Igebitz-Downloads und Neuigkeiten zu Büchern & Lesungen – ca. einmal im Monat, jederzeit abbestellbar.