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Ratgeber · Igebitz-Welt

In welcher Reihenfolge Igebitz lesen?

Welcher Band zu welchem Alter passt, wo man beginnt – und welche fünf Bücher tatsächlich aufeinander aufbauen.

Buchcover der Igebitz-Bilderbücher
Der Einstieg in den Smaragdwald: „Wie alles begann“.

Wer vor dem Regal steht, sieht Pappbücher, Bilderbücher und Lesebücher nebeneinander und stellt sich zu Recht die Frage, ob das eine Reihe ist, die man von vorne beginnt.

Größtenteils ist es keine. Fast jedes Buch erzählt eine abgeschlossene Geschichte und führt seine Figuren so ein, dass Quereinsteiger sofort zurechtkommen. Fünf Bücher machen allerdings eine Ausnahme, und die stehen gleich am Anfang dieser Seite.

Der Rest richtet sich nach dem Alter des Kindes, nicht nach dem Erscheinungsdatum. Diese Übersicht zeigt beides – die feste Folge und die freie.

Nur zwei Reihen wollen der Reihe nach gelesen werden

Von den vierzehn Büchern hängen genau fünf so zusammen, dass die Folge zählt. Die drei Lesebücher Die Hüter des Amuletts, Die magischen Steine und Lupins Einöde erzählen eine durchgehende Geschichte: Im ersten Band suchen Lupins Marder das verschollene Amulett der Freundschaft, im zweiten fehlen noch zwei magische Steine, damit es seine Kraft zurückbekommt, im dritten ist es wieder ganz — und wird gestohlen. Wer hier quer einsteigt, hält die Hälfte der Handlung für gegeben, die noch gar nicht passiert ist.

Dasselbe gilt für die beiden Bände von Ellania Alcar. In Die Gefährtenprüfung wartet Ellania als Einzige ihres Jahrgangs auf ihren Lorikon; in Zwischen Licht und Schatten ist dieser Teil längst erzählt, und es geht um ein Geheimnis, das sie über sich selbst erfährt.

Alle übrigen Bücher lassen sich nehmen, wie sie gerade passen — nach Alter, nach Anlass oder danach, was das Kind gerade beschäftigt.

Die eine Ausnahme Der Sonderband Das Geheimnis des Smaragdwalds gehört nicht in die Trilogie. Er spielt davor, erzählt eine eigene Spurensuche und lässt sich jederzeit lesen — auch als erstes Lesebuch.

Alle elf Igebitz-Bücher auf einen Blick

Igebitz steht in elf Büchern im Mittelpunkt. Dazu kommen drei Bände aus zwei anderen Erzählwelten, die mit dem Smaragdwald nichts zu tun haben.

GruppeBücherAlterReihenfolge
Erste BücherGute Nacht, Igebitz!, Wasch dich, Igebitz!, Weihnachten bei Igebitzab 2völlig frei
BilderbücherWie alles begann, Das zerstörte Waldfest, Chaos im Smaragdwald, Luminosa in Gefahrab 4Wie alles begann zuerst, dann frei
LesebücherDie Hüter des Amuletts, Die magischen Steine, Lupins Einödeab 6der Reihe nach
SonderbandDas Geheimnis des Smaragdwaldsab 6jederzeit

Die ersten Bücher ab zwei Jahren

Die drei kleinen Bände sind für die Phase gemacht, in der Bücher noch angefasst, umgedreht und gelegentlich angeknabbert werden: fester Einband, wenige Sätze pro Seite, ein einziges Thema.

Wasch dich, Igebitz! begleitet das Waschen und Zähneputzen, Gute Nacht, Igebitz! das Zubettgehen. Beide wirken am besten als festes Ritual zur immer gleichen Tageszeit — kleine Kinder mögen die Wiederholung, und genau daraus entsteht später die Lust auf längere Geschichten.

Das Mini-Bilderbuch Weihnachten bei Igebitz holen viele Familien nur im Dezember hervor. Dadurch wird es jedes Jahr wieder ein kleines Ereignis.

Die Bilderbücher ab vier Jahren

Mit vier Jahren beginnt die eigentliche Igebitz-Welt: zusammenhängende Geschichten mit Anfang, Problem und Auflösung, lang genug für eine Vorleseeinheit und kurz genug für einen Abend.

Anfangen sollte man mit Wie alles begann. Dort verliert der kleine Igel im Sturm sein Zuhause, kommt neu in den Smaragdwald und findet nach und nach seine Freunde. Jedes spätere Buch funktioniert auch ohne diesen Band — aber wer ihn kennt, versteht, warum diese vier zusammengehören.

Nach dem ersten Bilderbuch ist die Folge frei. Eine innere Chronologie gibt es trotzdem: In Chaos im Smaragdwald taucht der Troll Tramiel zum ersten Mal vor Igebitz’ Häuschen auf, in Luminosa in Gefahr ist er längst ein Freund, dem die vier zu Hilfe kommen. Wer die beiden in dieser Folge liest, bekommt die Freundschaft als Entwicklung mit statt als gegebene Tatsache.

Drei dieser vier Bilderbücher hat Edith Helminger gemeinsam mit ihrer Tochter Lena geschrieben: Das zerstörte Waldfest, Chaos im Smaragdwald und Luminosa in Gefahr.

Die Lesebücher ab sechs Jahren

Die Lesebücher sind der nächste Schritt: mehr Text, kurze Kapitel, ein Layout für Leseanfänger. Sie richten sich an Kinder, die schon selbst lesen, aber noch nicht ausdauernd — in Österreich also etwa ab der dritten Klasse Volksschule.

Hier zählt die Folge. Die Hüter des Amuletts führt die Marder und das Amulett ein, Die magischen Steine schickt die Freunde in die Nebelberge, und Lupins Einöde bringt die Geschichte zu Ende. Als erstes Lesebuch eignet sich auch der Sonderband Das Geheimnis des Smaragdwalds: Er ist ruhiger erzählt, kommt ohne Vorwissen aus und spielt zeitlich vor der Trilogie.

Wer die Bilderbücher kennt, hat es beim Umstieg leichter. Die Figuren sind vertraut, also geht die ganze Aufmerksamkeit ins Lesen statt ins Sortieren — das ist der eigentliche Grund, warum der Weg vom Bilderbuch zum Lesebuch so gut funktioniert.

Den Umstieg abfedern Beim ersten Lesebuch hilft abwechselndes Lesen: Das Kind liest eine Seite, die Erwachsenen den Rest des Kapitels. Worauf es sonst noch ankommt, steht unter Erstlesebücher richtig wählen.

Ellania Alcar und Ritter Erek sind eigene Welten

Neben dem Smaragdwald gibt es zwei Erzählwelten, die nichts mit Igebitz zu tun haben und keinerlei Vorkenntnisse verlangen.

Ellania Alcar spielt in Galador, dem Land der Lichtelben: Die Gefährtenprüfung ab 5 Jahren zum Vorlesen, Zwischen Licht und Schatten ab 6 — und in dieser Folge, weil der zweite Band auf dem ersten aufbaut.

Ritter Erek erzählt in Das Geheimnis des Schutzsteins von einem Schmiedssohn mit einem Holzschwert, der Ritter werden will. Ab 5 Jahren – zum Vorlesen und, sobald die ersten Kapitel sitzen, auch zum Selberlesen. Für Kinder, die sich selbst eher als vorsichtig erleben, ist das oft der beste Zugang von allen.

Einen Überblick über alle fünf Erzählwelten gibt die Seite Welten.

Wenn nicht das Alter zählt, sondern das Thema

Manchmal ist die bessere Frage nicht, wie alt das Kind ist, sondern was es gerade beschäftigt.

Das beschäftigt das KindPassendes BuchAlter
Neu irgendwo sein, sich zurechtfindenWie alles begannab 4
Streit in der Gruppe, etwas wiedergutmachenDas zerstörte Waldfestab 4
Ein Missgeschick, das alles durcheinanderbringtChaos im Smaragdwaldab 4
Angst im DunkelnLuminosa in Gefahrab 4
Sich etwas trauen, obwohl man Angst hatDas Geheimnis des Schutzsteinsab 5
Dazugehören wollen, anders seinDie Gefährtenprüfungab 5
Waschen und ZähneputzenWasch dich, Igebitz!ab 2
EinschlafenGute Nacht, Igebitz!ab 2

Was eine Reihe beim Lesenlernen bringt

Eine Reihe nimmt Kindern die schwierigste Hürde ab: den Einstieg in eine fremde Welt. Ab dem zweiten Band sind Figuren, Orte und Regeln bekannt, und die Aufmerksamkeit kann vollständig in die Geschichte fließen.

Noch wichtiger ist der Nebeneffekt: Das nächste Buch steht schon fest. Wer eine Reihe liest, muss sich nicht jedes Mal neu entscheiden — und liest deshalb mehr. Und die Lesemenge hängt eng mit dem Zutrauen zusammen. Die Vorlesestudie 2018 der Stiftung Lesen hat dazu Kinder selbst gefragt: Von denen, denen täglich vorgelesen wurde, hielten sich 10 % für schlechtere Leser als ihre Mitschüler. Ohne Vorleseerfahrung waren es 40 %.

Wie sich dieses Zutrauen im Alltag aufbauen lässt, steht ausführlich unter Lesefreude wecken.

Bestellen und verschenken

Alle vierzehn Titel liefert der Filllet Verlag direkt, ab einem Bestellwert von 29 € versandkostenfrei. Die Preise reichen von 4,90 € für das Mini-Weihnachtsbuch bis 19,90 € für die Lesebücher.

Für Geschenke hat sich eine einfache Regel bewährt: zum zweiten Geburtstag ein Pappbuch, zum Kindergartenstart ein Bilderbuch, zum Schulanfang das erste Lesebuch. Die Sammlung wächst dann über Jahre mit — und die Figuren wachsen mit ihr.

Alle lieferbaren Titel mit Alters- und Themenangabe stehen unter Bücher.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Thema

In welcher Reihenfolge sollte man die Igebitz-Bücher lesen?
Nur die drei Lesebücher gehören zwingend der Reihe nach gelesen: „Die Hüter des Amuletts“, „Die magischen Steine“, „Lupins Einöde“. Bei den Bilderbüchern beginnt man am besten mit „Wie alles begann“, danach ist die Folge frei. Die Pappbücher ab zwei Jahren lassen sich jederzeit dazwischenschieben, weil sie keine fortlaufende Handlung haben. Für alle anderen Bücher gilt: Das passende Buch ist das, dessen Thema gerade zum Kind passt, nicht das nächste in einer Liste. Ein Kind, das gerade in den Kindergarten kommt oder Angst im Dunkeln hat, profitiert mehr von dem Buch, das genau davon erzählt, als von der chronologisch richtigen Fortsetzung. Die Reihenfolge ist also nur dort wichtig, wo eine Geschichte tatsächlich aufeinander aufbaut. Wer verschenkt und unsicher ist, liegt mit dem jeweils ersten Band einer Altersstufe erfahrungsgemäß am sichersten.
Wie viele Igebitz-Bücher gibt es?
Elf: drei kleine Bücher ab zwei Jahren, vier Bilderbücher ab vier Jahren und vier Lesebücher ab sechs Jahren – die Amulett-Trilogie und den Sonderband „Das Geheimnis des Smaragdwalds“. Dazu kommen drei Bände aus den anderen Welten Ellania Alcar und Ritter Erek, die inhaltlich nichts mit Igebitz zu tun haben und eigene Figuren haben. Die Staffelung nach Alter ist dabei keine Reihenfolge, sondern eine Einteilung nach Leseform: Pappbücher zum Anschauen, Bilderbücher zum Vorlesen, Lesebücher zum Selberlesen oder für längere Vorleseeinheiten. Familien, die früh einsteigen, wachsen also durch die Stufen mit; wer erst mit sechs beginnt, steigt direkt bei den Lesebüchern ein und verpasst nichts, was für das Verständnis nötig wäre. Welche Bücher zu welcher Welt gehören, steht auf den jeweiligen Weltenseiten mit Altersangabe und kurzer Beschreibung.
Mit welchem Buch fängt man am besten an?
Für Kinder ab vier Jahren mit „Wie alles begann“ – dort verliert Igebitz sein Zuhause und findet seine Freunde, und alle Figuren, die später wiederkommen, werden dort eingeführt. Für Zweijährige mit einem der kleinen Bücher, am besten dem, das zum aktuellen Alltagsthema passt. Für Kinder, die bereits selbst lesen und direkt mit einem Lesebuch beginnen wollen, eignet sich der Sonderband „Das Geheimnis des Smaragdwalds“ besser als der erste Band der Trilogie, weil er ohne Vorwissen auskommt und ruhiger erzählt ist. Grundsätzlich gilt aber: Es gibt kein falsches erstes Buch. Wer über ein Geschenk oder über ein Thema einsteigt, das gerade wichtig ist, kommt genauso gut hinein wie über den chronologischen Anfang. Entscheidend ist ohnehin weniger die Wahl des Buches als die Regelmäßigkeit, mit der danach gelesen wird. Wichtig ist nur, dass das erste Buch gelingt – ein Fehlgriff kostet mehr Motivation, als der richtige Einstieg einbringt.
Bauen die Lesebücher aufeinander auf?
Ja. Die Amulett-Trilogie erzählt eine durchgehende Geschichte über drei Bände – wer den zweiten zuerst liest, versteht nicht, warum die Steine gesucht werden, weil der Auftrag dazu im ersten Band entsteht. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren entwickeln sich über die Bände hinweg, und einzelne Wendungen im dritten Band setzen voraus, dass man weiß, was vorher passiert ist. Der Sonderband „Das Geheimnis des Smaragdwalds“ ist davon unabhängig und lässt sich jederzeit lesen, auch vor der Trilogie, dazwischen oder danach. Für Familien, die mehrere Bände auf einmal anschaffen, lohnt es deshalb, die Trilogie geschlossen zu kaufen: Ein angefangener Handlungsbogen, dessen Fortsetzung erst Wochen später kommt, verliert für Kinder in diesem Alter viel von seiner Spannung. Wer nur einen Band anschaffen möchte, greift daher besser zum Sonderband als zum ersten Teil der Trilogie.
Wo gehört „Das Geheimnis des Smaragdwalds“ hinein?
Zeitlich vor die Trilogie. Er erzählt eine eigene Spurensuche rund um ein altes Tagebuch und den kranken alten Dachs. Weil er ohne Vorwissen auskommt und ruhiger erzählt ist, eignet er sich gut als erstes Lesebuch – gerade für Kinder, die gerade erst ins Selberlesen kommen und von einer Trilogie eingeschüchtert wären. Wer ihn nach der Trilogie liest, erlebt ihn als Vorgeschichte und erkennt Orte und Figuren wieder, die er schon kennt; das funktioniert ebenso gut, nur anders. Für Schulen und Büchereien ist er außerdem der praktischste Einstieg in die Reihe, weil er als einzelnes Buch vollständig ist und keine Anschlussbände voraussetzt. Eine verbindliche Reihenfolge gibt es bei diesem Band also ausdrücklich nicht. Für Kinder, die noch nicht sicher lesen, funktioniert er außerdem gut als Vorlesebuch über mehrere Abende. Für Schulklassen eignet er sich deshalb besser als Einstieg als jeder Band einer laufenden Reihe.
Muss man Igebitz kennen, um Ellania Alcar oder Ritter Erek zu lesen?
Nein. Beide spielen in eigenen Welten ohne Bezug zum Smaragdwald, mit eigenen Figuren, eigenen Orten und eigener Handlung – wer Igebitz nicht kennt, versteht trotzdem alles. Nur innerhalb von Ellania Alcar zählt die Folge: „Die Gefährtenprüfung“ kommt vor „Zwischen Licht und Schatten“, weil der zweite Band die Handlung des ersten fortsetzt. Für Familien heißt das, dass die drei Welten unabhängig voneinander gewählt werden können, je nachdem, was ein Kind mag. Ellania Alcar ist Elfen-Fantasy, Ritter Erek ein Ritterabenteuer, Igebitz spielt im Wald unter Tieren. Ein Kind, das mit Tiergeschichten wenig anfangen kann, steigt also ohne Umweg bei einer der anderen Welten ein – und umgekehrt genauso. Innerhalb einer Welt bleibt die Reihenfolge trotzdem sinnvoll, weil Figuren und Orte aufeinander aufbauen. Wer alle drei Welten kennenlernen möchte, beginnt am besten mit derjenigen, deren Thema das Kind gerade beschäftigt.
Ab welchem Bestellwert ist die Lieferung versandkostenfrei?
Ab 29 €. Der Filllet Verlag liefert alle Titel direkt; darunter fallen die üblichen Versandkosten an. Weil die Bücher nicht über den Zwischenhandel laufen, kommen die Bestellungen direkt vom Verlag und nicht aus einem Auslieferungslager. Für Schulen gilt eine eigene Regelung: Bestellungen im Anschluss an eine Lesung werden gesammelt und von Edith Helminger persönlich in die Schule gebracht, sodass für die Familien kein Versand anfällt. Wer mehrere Bände auf einmal kaufen möchte, kommt über die Grenze für den versandkostenfreien Bezug in der Regel ohne Weiteres – bei einem einzelnen Band lohnt es, die Bestellung mit einem Geschenk oder einem zweiten Titel zusammenzulegen. Die jeweils gültigen Konditionen stehen im Shop des Verlags. Wer für eine Klasse oder eine Bücherei bestellt, klärt die Konditionen am besten direkt beim Verlag.
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