Lupin ist der Gegenspieler der Lesebuch-Trilogie. Der alte Dachs erzählt seine Geschichte in Die Hüter des Amuletts: „Doch einer von uns, Lupin war sein Name, blickte mit einem unsagbaren Neid und großer Missgunst auf unser gutes Miteinander mit Luminosa herab.“
Er wurde verbannt – „in das unentdeckte Land“, wie es in Band 1 heißt. Seine Gehilfen und Spione sind die Marder, die unter dem Smaragdwald ein Tunnelreich graben.
War Lupin immer böse?
Nein – und das ist das Interessanteste an ihm. Ein Luftlumi erinnert sich in Band 2 an eine andere Zeit: „lebte auch Lupin dort. Er war nett, freundlich und ein guter Geselle. Jeder mochte ihn und konnte ihn gut leiden. Vor allem, wenn er seinen allseits beliebten Pilzeintopf kochte.“
Lupin hat also im Smaragdwald gelebt, bis er böse wurde. Er selbst erzählt die Geschichte später anders und behauptet, der Wald sei nie seine Heimat gewesen – aber das ist seine Version, nicht die der anderen.
Wie Lupin aussieht
Ein gewaltiger Wolf mit einem Fellumhang, den vorne eine silberne Brosche zusammenhält. Über einem Auge trägt er eine kohlrabenschwarze Augenklappe, über dem anderen liegen tiefe, lange Narben.
Warum Kinder Lupin nicht nur fürchten
Weil die Bücher ihm eine Vorgeschichte geben. Ein Gegner, der einmal beliebt war und Pilzeintopf für alle gekocht hat, ist schwerer zu hassen als ein Ungeheuer – und genau das macht die Trilogie für Kinder ab 6 aushaltbar und spannend zugleich.


