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Figur · Wolf · der Gegenspieler

Lupin

Der Wolf hinter der Pforte von Mörkon – und der Grund, warum das Amulett zerbrach.

Lupin, der große graue Wolf, in ganzer Figur – schwerer Fellumhang, dunkle Plattenrüstung mit bestachelter Schulter, Augenklappe und der Speer mit Kupferzier und Quaste in der Pfote.
Lupin mit Fellumhang, Augenklappe und Speer-Zepter.

Lupin ist der Gegenspieler der Lesebuch-Trilogie. Der alte Dachs erzählt seine Geschichte in Die Hüter des Amuletts: „Doch einer von uns, Lupin war sein Name, blickte mit einem unsagbaren Neid und großer Missgunst auf unser gutes Miteinander mit Luminosa herab.“

Er wurde verbannt – „in das unentdeckte Land“, wie es in Band 1 heißt. Seine Gehilfen und Spione sind die Marder, die unter dem Smaragdwald ein Tunnelreich graben.

War Lupin immer böse?

Nein – und das ist das Interessanteste an ihm. Ein Luftlumi erinnert sich in Band 2 an eine andere Zeit: „lebte auch Lupin dort. Er war nett, freundlich und ein guter Geselle. Jeder mochte ihn und konnte ihn gut leiden. Vor allem, wenn er seinen allseits beliebten Pilzeintopf kochte.“

Lupin hat also im Smaragdwald gelebt, bis er böse wurde. Er selbst erzählt die Geschichte später anders und behauptet, der Wald sei nie seine Heimat gewesen – aber das ist seine Version, nicht die der anderen.

Wie Lupin aussieht

Ein gewaltiger Wolf mit einem Fellumhang, den vorne eine silberne Brosche zusammenhält. Über einem Auge trägt er eine kohlrabenschwarze Augenklappe, über dem anderen liegen tiefe, lange Narben.

Warum Kinder Lupin nicht nur fürchten

Weil die Bücher ihm eine Vorgeschichte geben. Ein Gegner, der einmal beliebt war und Pilzeintopf für alle gekocht hat, ist schwerer zu hassen als ein Ungeheuer – und genau das macht die Trilogie für Kinder ab 6 aushaltbar und spannend zugleich.

Häufige Fragen zu Lupin

Wer ist Lupin?
Lupin ist der Wolf und der Hauptgegenspieler der Igebitz-Lesebücher. Der alte Dachs erzählt seine Geschichte in Die Hüter des Amuletts: Einer von ihnen, Lupin mit Namen, habe mit unsagbarem Neid und großer Missgunst auf das gute Miteinander mit Luminosa herabgeblickt. Er wurde daraufhin verbannt, in das unentdeckte Land, wie es in Band 1 heißt, und von dort schickt er seine Gehilfen und Spione aus: die Marder, die unter dem Smaragdwald ein ganzes Tunnelreich graben. Sein Neid ist auch der Grund, warum das Amulett der Freundschaft zerbrach – der Ausgangspunkt der gesamten Trilogie. Zu erkennen ist er an einem Fellumhang mit silberner Brosche, einer kohlrabenschwarzen Augenklappe über einem Auge und tiefen, langen Narben über dem anderen. Er residiert in der Festung von Vargo. Für die Freunde um Igebitz ist er damit nicht einfach ein Feind, sondern der Ursprung dessen, was sie wieder in Ordnung bringen wollen.
Ist Lupin für Kinder zu gruselig?
Lupin ist der dunkelste Teil der Reihe, aber die Bücher erzählen ihn als Figur mit Vorgeschichte und nicht als Ungeheuer. Für Kinder ab 6 Jahren, die die Bilderbücher kennen und mit den Figuren vertraut sind, ist er gut zu bewältigen. Entscheidend dafür sind zwei erzählerische Entscheidungen: Erstens erfährt man, dass Lupin früher im Smaragdwald gelebt hat und dort beliebt war – ein Gegner, der einmal für alle Pilzeintopf gekocht hat, ist schwerer zu fürchten als ein namenloses Ungeheuer. Zweitens steht Igebitz’ Gruppe nie allein da; die Bedrohung wird immer gemeinsam bestanden. Eltern, die unsicher sind, können den ersten Band zunächst selbst lesen oder ihn vorlesen statt das Kind allein lesen zu lassen, damit Fragen sofort besprochen werden können. Hilfreich ist außerdem, dass die Trilogie erst ab 6 Jahren empfohlen ist und die Bilderbücher davor eine vertraute Welt aufgebaut haben, in die man nach jeder gruseligen Stelle zurückkehren kann.
War Lupin immer böse?
Nein – und das ist das Interessanteste an dieser Figur. Ein Luftlumi erinnert sich in Band 2 an eine andere Zeit: Damals habe auch Lupin dort gelebt, er sei nett und freundlich gewesen, ein guter Geselle, den jeder mochte, vor allem wenn er seinen allseits beliebten Pilzeintopf kochte. Lupin hat also im Smaragdwald gelebt, bis er böse wurde; Neid und Missgunst gewannen erst mit der Zeit die Oberhand. Er selbst erzählt die Geschichte später anders und behauptet, der Wald sei nie seine Heimat gewesen – aber das ist seine Version, nicht die der anderen. Dass sich zwei Darstellungen derselben Vergangenheit widersprechen, ist für Kinder ab 6 ein ungewöhnlich anspruchsvoller Gedanke und einer der Gründe, warum sich über die Trilogie gut sprechen lässt. Wer mit einem Kind darüber spricht, landet fast von selbst bei der Frage, wie aus jemandem, den alle mochten, jemand werden konnte, vor dem alle Angst haben.
In welchen Büchern kommt Lupin vor?
Lupin kommt in den Lesebüchern der Amulett-Trilogie vor: in Die Hüter des Amuletts, Die magischen Steine und Lupins Einöde. In den Pappbüchern und den Bilderbüchern für jüngere Kinder taucht er nicht auf – die Reihe führt ihn bewusst erst dann ein, wenn die Kinder alt genug für einen echten Gegenspieler sind. Seine Präsenz nimmt dabei von Band zu Band zu: Zunächst wird nur von ihm erzählt, dann werden seine Marder zur unmittelbaren Bedrohung, und schließlich führt der Weg der Freunde bis in seine Einöde und zur Festung von Vargo. Wer die Reihe neu beginnt, findet die Einstiegsstufen und die vollständige Lesefolge unter Igebitz-Reihenfolge; die Lesebücher bauen aufeinander auf und sollten der Reihe nach gelesen werden. Für Kinder, die mit den Bilderbüchern aufgewachsen sind, ist die Trilogie der natürliche nächste Schritt, weil sie dieselben Figuren in eine größere Geschichte stellt.
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